Archiv der Kategorie 'Sonstiges'

Auflösungserklärung

Aus und vorbei – die deutsche Provinz hat auch uns erledigt!

Wir lösen uns nach gut 3 Jahren politischer Arbeit auf, um Platz für neue linke Organisierungsversuche zu machen. Die Gründe sind vielfältig und für Uni-Städte wie Konstanz auch nicht außergewöhnlich. Gegen die deutschen Zustände werden wir auch weiterhin aktiv bleiben – wenn auch Anderswo oder in anderer Form.

Unser Blog wird als Archiv ersteinmal erhalten bleiben. Unter unserer e-Mail Adresse werden wir noch eine Weile zu erreichen sein.

Für linke, außerparlamentarische Politik in Konstanz meldet euch beim Aktionsbündnis Abschiebestopp oder bei der Jugend Antifa Konstanz.

Der Kampf geht weiter – so oder so!

Action, Mond und Sterne Camp 2013

Vom 23.-26. Mai heist es auch dieses Jahr wieder ACTION, MOND UND STERNE rund um die Bergstation des Skilift 3 in Simmersfeld (Nordschwarzwald).

Das Action, Mond und Sterne ist ein libertäres und selbstverwaltetes Camp auf einem Skihang in Simmersfeld im tiefsten Nordschwarzwald. Es wird von vielen Einzelpersonen, der jungen Kulturwerkstatt Simmersfeld, SJD – Die Falken, der Teestube Singen, dem Cafecolectiva Tübingen, den Maulwürfen, Veganov*en und dem Punker_innenkneipenkollektiv aus Freiburg, dem Partykollektiv Roter Sternenfunke, dem Anarchistischen Netzwerk Süd-West, der Emanzipatorischen Gruppe Konstanz und den Gruppen gegen Kapital und Nation organisiert und unterstützt.

Geboten ist auch dieses Jahr wieder ein abwechslungsreiches kulturelles und politisches Programm. Nähere Infos gibt es auf dem Webblog des Camps: http://actionmondundsterne.blogsport.de

Wir werden mit unserem legendären Cocktailstand und dem Wildcat Soundsystem(A) vor Ort sein!

Anarchietage in Winterthur 2013

Grenzen sind für das Funktionieren der kapitalistischen Gesellschaft notwendig. In ihrer manifesten politisch-geographischen Form lässt sich durch Grenzen nicht nur der Güterverkehr regulieren und wenn nötig eindämmen, sondern auch die Bewegungsfreiheit der Menschen. Während aber das neoliberale Streben nach einem „globalen Markt“ diese Grenzen für Güter immer durchlässiger macht, werden sie für viele Menschen, die eben im Zuge dieser Politik zur Migration gezwungen werden, zu einem fast unüberwindbaren Hindernis. Begriffe wie die „Festung Europa“ oder die „Border Wall“ zwischen Mexiko und den USA stehen nicht nur sinnbildlich für eine extrem restriktive Migrationspolitik der reichen Länder des Nordens, sondern verweisen auch auf den militärischen Charakter dieser hochgerüsteten Barrieren, die Flüchtenden immer wieder den Tod bringen.

Grenzen werden aber nicht nur gegen aussen, sondern auch im Innern gezogen. Diskriminierung und Exklusion trifft nicht nur Menschen mit „Migrationshintergrund“, aber auch und vor allem solche. Xenophobie und Rassismus sind in der Bevölkerung weit verbreitet und erschweren ein für den Kampf gegen das kapitalistische System notwendiges Zusammengehen der Ausgebeuteten, egal ob „Schweizer_innen“ oder „Ausländer_innen“, erheblich.

Für Anarchist_innen sind Fragen nach Grenzen, nach der Bedingungen und Auswirkungen von Migration sowie nach Fremdenfeindlichkeit und Rassismus daher oftmals von grosser Bedeutung. An diesen achten Anarchietagen in Winterthur wollen wir diese Themen aufgreifen und theoretische Reflexion sowie wirksame Praxis ins Zentrum stellen.

anarchietage.ch
Libertäre Aktion Winterthur

11. Oktober Vortrag: Street Art zwischen Revolte, Repression & Kommerzialität

Vortrag von Jorinde Reznikoff | 11.10.2012 | 20 Uhr | RadioRaum (Beyerlestraße 1 / DGB Haus / Hintereingang)

Wenige Jahre nach der offiziellen Auflösung der Situationistischen Internationale 1972 machte sich die Pariser Künstlerin Miss.Tic daran, Techniken aus dem Verfremdungsrepertoire für ihre individuellen künstlerischen Zwecken zu entführen. Das Umherschweifen (dérive) in der Stadt, das Sprühen ihrer Schablonentextbilder auf die Pariser Mauern wurde zum konspirativen Ausgangspunkt ihres kreativen Schaffens, das dem öffentlichen Aufsehen nicht entgehen sollte.
Die Umdeutung von Werbemotiven (détournement), besonders im Hinblick auf die Selbst- und Fremddarstellung der Frau, war und ist ihr Sujet. Dieses Oeuvre findet heute die Anerkennung eines Publikums, das sich zusammensetzt ausGaleristen, Kunstkennern, Kunstförderern in Werbung, Industrie und Politik – und unermüdlich den Pariser PassantInnen (récupération). Miss.Tic spricht ohne Umschweife über ihren kreativen Schaffensweg, in dem es allzu lange um das pure, nackte Überleben ging. Eine Geschichte vom migrantisch geprägten Kind der Pariser Banlieues, welches wortwörtlich auszog, um sich subversiv mit Esprit, Erotik und Energie einen Platz in der (bürgerlichen) Kunstgeschichte zu erobern.
Geschult in der Auseinandersetzung mit den Ideen der Situationisten (Debord und Vaneigem) ist jedoch der Songtitel ”Your love dont pay my rent” der New Yorker Sängerin Lydia Lunch Maxime ihres Schaffens.

In Hamburg wurde der Sprayer Walter F. alias OZ, in den letzten 30 Jahren für insgesamt acht Jahre in den Knast geschickt, nur weil er seine immer gleichen Smiley-Zeichen oder Signaturen auf die Rückseiten von Verkehrsschildern oder auf verdreckte hässlich-graue Bunkerwände sprayte. Gilt hier für ihn das, was Baudrillard in Kool Killer oder der Aufstand der Zeichen schrieb: Mit den Graffiti von New York wurden zum ersten Mal in großem Ausmaß und in höchst intensiver Freiheit die urbanen Bahnen und beweglichen Träger beschmutzt. Aber vor allem wurden zum ersten Mal die Medien selbst attackiert, also in ihrer Produktions- und Verteilungsweise. Und zwar eben deshalb, weil die Graffiti keinen Inhalt, keine Botschaft haben. Es ist diese Leere, die ihre Kraft ausmacht.

Woher rührt (noch immer?) die subversive Kraft von Graffiti und das nicht erlahmende Verfolgungsinteresse staatlicher Repressionsorgane? Ist es die politische Dimension in Form von Illegalität und der Aneignung von Stadt, viel mehr noch als ihr künstlerisches Erscheinungsbild? Kann Street Art ihren rebellischen Ursprungscharakter noch bewahren oder hat das Verwertungsinteresse des Kunstbetriebs bereits gesiegt?

Jorinde Reznikoff hat (zusammen mit KP Flügel) das Buch “Bomb it, Miss.Tic”in der Edition Nautilus herausgegeben und den Prozess gegen OZ journalistisch für Radio FSK, Hamburg, und die Graswurzelrevolution reflektiert.

Veranstaltung in Kooperation mit SJD – Die Falken OV Konstanz

15. September: festival de la libertad in Singen

Am 15. September findet in Singen in der Teestube das “festival de la libertad” (spanisch für “Das Fest der Freiheit”) statt. Ein ganzer Tag voller Workshops, Vorträgen und Diskussionen zum Thema Anarchismus. Eingeladen sind natürlich nicht nur Anarchist*innen, sondern alle Menschen die Interesse an freiheitlichem Gedankengut haben und mal genauer schauen wollen, was diese “Chaoten” und “Linksextremisten”, eigentlich so für Ideen haben.
Zusätzlich gibt es noch einen Umsonstflohmarkt, einen Film, einen Büchertisch, Möglichkeit zum Skaten und leckeres veganes Essen und Trinken.
Für alle Feierwütigen wird zu später Stunde dann elektronische Musik aufgelegt.

Wir freuen uns auf euch!

Viva la anarquia! Es lebe die Anarchie!

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